Niederschrift

über die Generalversammlung des Heimat- und Verschönerungsvereins
„Oldenburgische Schweiz“ Damme e.V. am Donnerstag, 05. Mai 2022, 19.30 Uhr in der Scheune Leiber

1. Eröffnung und Begrüßung
Dr. Jürgen Kessel eröffnet um 19.30 Uhr die Generalversammlung und begrüßt die erschienenen Heimatfreunde (21 lt. Anwesenheitsliste) und als Vertreter der Presse den Lokalredakteur Klaus-Peter Lammert. Gegen Feststellung der form- und fristgerechten Einladung sowie der Beschlussfähigkeit erhebt sich kein Widerspruch. Von der satzungsgemäß alle zwei Jahre durchzuführenden Mitgliederversammlungs-Vorschrift musste der Verein wegen der Corona-Pandemie abweichen. Mit einer Gedenkminute wird an die verstorbenen Mitglieder erinnert.

2. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung
Da das Protokoll der Generalversammlung vom 20. März 2019 auf der Homepage des Vereins eingestellt ist, wurde auf ein Verlesen durch Schriftführer Heinz Susok verzichtet. Einige Kopien der Niederschrift werden zusätzlich zur Einsicht herumgereicht. Das Protokoll wird bei Enthaltung des Vorstandes einstimmig genehmigt.

3. Bericht des Vorstandes
Dr. Kessel geht in seinem Rückblick auf die vergangenen Jahre zunächst auf die Corona-Pandemie ein. Deutlich weniges Veranstaltungen haben stattfinden können. Deshalb habe man 2021 auf ein schriftliches Programm verzichtet. Zu den Veranstaltungen 2022 sollen Hinweise in der örtlichen Presse erscheinen, vor allem auf die „Redezeit“ im Herbst 2022.

4. Berichte der Arbeitsgruppen
a) Mühle Höltermann: Mühlenwart Dr. Alfred Lindner berichtet, dass zeitweilig der Zugang zur Mühle wegen des Ausbaus der Mühlenstraße kaum möglich war, so dass nur wenige Besucher kamen. Danach stiegen die Besucherzahlen wieder an. Das Wasserrad mit Hauptwelle sowie das zugehörige Ständerwerk und Gerinne waren stark renovierungs- bzw. reparaturbedürftig, so dass im Frühjahr und Sommer 2021 eine Fachfirma mithilfe von Fördermitteln aus dem LEADER+-Programm der EU sowie Geldern des Zweckverbandes und der Stadt Damme die Erneuerung für rund 105 000 € durchführte. Alfred Lindner hat dies per Foto/ Video dokumentiert. Einige Restarbeiten seien noch erforderlich. Mehrere OV-Berichte dazu sind im Internet verfügbar. Durch die erzielten Eintrittsgelder ist ein kleines Guthaben entstanden, das evtl. für die Verbesserung der Beleuchtung in der Mühle verwendet werden soll. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Dr. Lindner und Jürgen Arlt, könnte weitere Hilfe gebrauchen. Er bittet also um Rückmeldungen.

b) Wandern: Wanderwart Thomas Fabricius berichtet von den Wanderungen in den Jahren 2019 bis 2021. Pandemiebedingt konnten nicht alle geplanten Termine wahrgenommen werden. Zu den jeweiligen Wanderungen wird per „Whats-App“ und OV-Mitteilung informiert. Die Termine für 2022 stehen schon seit Februar auf der Homepage des Vereins. Zwei Wanderungen wurden mit 20 bzw. 21 Wanderern bereits durchgeführt (s. sowohl „Aktuelles“ auf der Homepage als auch OM Wochenblatt-Bericht). Wander-Termin ist grundsätzlich der jeweils zweite Samstag im Monat. Die Planung erfolgt jeweils zusammen mit Edith und Franz-Josef Nienaber.

c) Radwandern Clemens Rießelmann teilt mit, dass im Jahre 2019 alle Termine erfolgreich, doch in 2020 nur 3 Touren durchgeführt werden konnten. In 2021 fanden alle Fahrten ab Mai statt. Auf der ersten Tour dieses Jahr starteten 36 Teilnehmer über 36 Kilometer. Im Schnitt fahren je Tour ca. 25 – 30 Teilnehmer mit und beträgt die Streckenlänge ca. 30 Kilometer. Dr. Kessel erinnert an das Tragen von Fahrradhelmen.

d) Plattdeutsch „Wi kürt Platt“: Die Gruppen-Sprecherin Waltraud Boving verweist auf die sehr gute Beteiligung. Sofern die Lokale öffnen durften, haben alle Veranstaltungen stattgefunden. Das „Plattdeutsche Jahr“ 2020 in Damme musste pandemiebedingt kurz nach der fulminanten Auftaktveranstaltung abgebrochen werden ohne Möglichkeit, es 2021 nachzuholen. Die Gruppe trifft sich jeden ersten Mittwoch im Monat bei „Pion“ um 15 Uhr.

e) Familienkunde: Ludger Rohe berichtet, dass sich seine Arbeitsgruppe an jedem ersten Donnerstag im Monat 19 Uhr in der Gaststätte Pellenwessel trifft. In der Regel nehmen 8– 15 Familienforscher teil. An den Arbeiten zur Stichwort-Erstellung der Bibliothek und zum Ein-scannen des Bestandes an Papierfotos im Stadtmuseum beteiligen sich 4 Personen. Bislang sind rund 8.600 Totenbilder digital erfasst. Extern hat Hilde Schreiner das Viehschatzregister von 1458, die Kopfschatzregister von 1512, 1628, 1649/58, das Kommunikanten-Register von 1650 und die Volkszählung von 1659 übertragen, erschienen in der Roten Reihe des Hei-matbundes OM als Band 15.

f) Stadtmuseum: Den Bericht für das 27. bis 29. Jahr des Stadtmuseums erstattet Wolfgang Friemerding. Seit Juli 2020 ist die neue Sonderausstellung „US-Auswanderung aus Damme im 19. Jahrhundert“ zu sehen. Eine große Eröffnung konnte Pandemiebedingt nicht erfolgen. Wegen des Lockdowns blieb das Museum insgesamt 11 Monate geschlossen. Entsprechend gering waren die Besucherzahlen: 2019 = 622, 2020 = 423, 2021 = 421. Mit 25 Zeitungs-/Zeitschriften-Artikeln allein 2021 konnte die Sonderausstellung jedoch recht publik gemacht werden. Es herrscht rege Nachfrage nach Informationen aus dem Archiv und der Bibliothek des Museums. Ebenso entstanden auf diesem Wege grundlegende Beiträge in den Jubiläums-Chroniken des MGV Harmonia und der Kolpingfamilie. Friemerding verweist auf über 50 Medien, die im Stadtmuseum erhältlich sind und dankt Dr. Alfred Lindner sowie Jürgen Arlt für die tatkräftige Unterstützung bei allen anfallenden Arbeiten im und um das Museum.

Nach über 30 Jahren wurden erstmals Vorschläge des Heimatvereins für Straßenbenennungen mit Namen historisch bedeutsamer Dammer Persönlichkeiten in einem neuen Baugebiet beschlossen.

Da der Denkmalschutz laut Satzung zu den Aufgaben des Vereins gehört, wird die denkmalgerechte Sanierung des Fachwerk-Hofes Börger in Ihlendorf (erbaut 1797) mit der Beantragung und Weiterleitung von Förderzuschüssen begleitet und unterstützt, zumal eine öffentliche Nutzung auch durch den Heimatverein dort demnächst möglich ist. Die vom Stadtmuseum publizistisch begleiteten Ausgrabungen in Holte und Osterfeine werden Thema der nächsten Sonderausstellung sein.

5. Kassenbericht
Der kommissarische Kassenwart Jürgen Osterhues stellt die Einnahmen und Ausgaben der Jahre 2019, 2020 und 2021 vor. Die größten Positionen auf der Einnahmenseite sind der Zuschuss der Stadt Damme für das Stadtmuseum sowie die Mitgliedsbeiträge. Auf der Ausga-benseite stellen die Kosten für den Betrieb des Stadtmuseums die größte wiederkehrende Position dar. Im vergangenen Jahr waren in Einnahme und Ausgabe die weitergeleiteten Fördermittel für die Sanierung des Hofes Börger der größte Posten.

6. Bericht der Kassenprüfer und 7. Entlastung des Kassenwartes und des Vorstandes
Der Bericht wurde von Wolfgang Friemerding vorgestellt, da beide Kassenprüfer (Johannes Wübker und Franz Kraimer) krankheitsbedingt nicht anwesend sein können. Sie haben festgestellt, dass alle Einnahmen und Ausgaben ordnungsgemäß verbucht und belegt wurden und die Kasse gut geführt wurde. Sie bitten daher um Entlastung des Kassenwartes. Die entsprechende Abstimmung ergab für die Jahre 2019, 2020 und 2021 dessen einstimmige Entlastung, ebenso für die weiteren Vorstandsmitglieder bei deren Enthaltung.

8. Neuwahl des Vorstandes, des erweiterten Vorstandes und der Kassenprüfer
Dr. Kessel erläutert seinen Verzicht auf eine Wiederwahl. Er dankt den Mitgliedern, den Vorstandskollegen und allen ehrenamtlich Tätigen für die geleistete Arbeit, übernimmt dann das Amt des Wahlleiters für die vakanten Funktionen.

Die Versammlung schlägt Wolfgang Friemerding vor. Ohne weitere Vorschläge wird er bei zwei Enthaltungen von den anwesenden Mitgliedern gewählt. Als Stellvertreterin werden jeweils ohne weitere Nominierungen Edith Nienaber, als Kassenwart Jürgen Osterhues, der dieses Amt bereits seit fast 3 Jahren kommissarisch geführt hat, und als Schriftführer Ludger Migowski vorgeschlagen. Alle Wahlen erfolgen einstimmig bei jeweiliger Enthaltung der Genannten.

Anschließend stehen die Wahlen zum erweiterten Vorstand an. Zu Sprechern der Arbeitsgruppen Mühlenbetreuung wählt die Versammlung Dr. Alfred Lindner mit Unterstützung durch Jürgen Arlt, der AG Wandern Thomas Fabricius mit Unterstützung durch Edith und Franz-Josef Nienaber, der AG Exkursionen Franz-Josef Nienaber, der AG „Wi kürt Platt“ Waltraud Boving mit Unterstützung von Elisabeth Meyer-Nordhofe und Hildegard Weh-ming, der AG Familienkunde Ludger Rohe und Günter Hillmann, der AG Radwandern Cle-mens Rießelmann mit Unterstützung von Heiner Sack, ebenso beratend Bernard Imsieke. Kassenprüfung erfolgt demnächst durch Franz Kraimer und Bernhard Heidkamp.

Abschließend dankt Wolfgang Friemerding den nach über 28 Jahren ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Dr. Jürgen Kessel und Heinz Susok, würdigt deren Verdienste um den Heimatverein und überreicht als Dank einen Damme-Gutschein.
Im Sinne der zu forcierenden Mitgliederwerbung verteilt er an alle Anwesenden einen Vordruck des Aufnahmeantrags und bittet darum, jeweils ein weiteres Mitglied zu werben. Für jedes neue Mitglied winkt als Belohnung für den Werber ein beitragsfreies Jahr.

9. Jubiläumsaktivitäten zu 125 Jahre Heimatverein
Wolfgang Friemerding verweist darauf, dass der Heimat- und Verschönerungsverein „Oldenburgische Schweiz“ Damme im Herbst dieses Jahres 125 Jahre besteht. Zur Planung möglicher Veranstaltungen soll ein Arbeitskreis eingerichtet werden, bestehend aus Franz Kraimer, Dr. Jürgen Kessel, Edith und Franz-Josef Nienaber, Ludger Migowski, Dr. Alfred Lindner.

10. Verschiedenes
Frau Reselage teilt mit, dass „Damme in Weltkrieg und Folgezeit“ mit den integrierten Totenbildern Gefallener sehr gut ankomme und dankt Wolfgang Friemerding für die Veröffentlichung.

Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Daher beendet Wolfgang Friemerding die Mitgliederversammlung gegen 21.25 Uhr mit einem Dank an alle Anwesenden.

Gez. Dr. Jürgen Kessel (bis TOP 8) | Vorsitzender
Wolfgang Friemerding (ab TOP 8) | Vorsitzender
Heinz Susok | Schriftführer

1. Vorsitzender

Schriftführer

1. Vorsitzender

Schriftführer

Anlage 1: Bericht AG Mühle Höltermann

Bericht Mühle Höltermann 4/2017 – 3/2019

1.
Kassenbestand 26.04.2017: 123,46 €
Kassenbestand 20.03.2019: 327,39 €
Einnahmen insgesamt: 202,47 €
Wertmäßig nicht enthalten ist Aufwand der Herren Steinbach, Lindner und Arlt zur Instandsetzung des Mühlrades sowie Arbeiten der Stadt Damme und Familie Höltermann zur Fällung von Bäumen auf dem Mühlengelände.
Besucher insgesamt: 121 Erwachsene und 17 Kinder

2.
Das Mühlrad wurde 2017 und 2018 bei Führungen in Betrieb gesetzt, der Mühlstein nur auf
besonderen Wunsch. Nach fast jeder Inbetriebnahme des Mühlrades waren danach Bretter des Mühlrades lose und sogar abgefallen und bewirkten dadurch erheblichen Arbeitsaufwand. Es waren sowohl die Bodenbretter als auch die inneren Bretter betroffen. Während des Zeitraumes mussten ca. 3/4 der Bretter des Mühlrades wieder befestigt werden. Meines Erachtens ist neben der Betriebszeit von 20 Jahren in wechselnd feuchter Umgebung auch
die Konstruktion des Mühlrades für einen erhöhten Reparaturaufwand verantwortlich. Die Kräfte des einschießenden Wassers werden konstruktiv nicht abgeleitet und wirken in vollem Umfang auf die einzelnen Bretter. Die inneren Bretter sind konstruktiv nicht in voller ursprünglicher Länge austauschbar, was zu Bypass führt und die Haltbarkeit vermindert.

3.
Eine Zeitungsente sorgte in der Zeit um Pfingsten 2018 für Verwirrung und Verärgerung von
Besuchern. Glücklicherweise holten mehrere der falsch informierten Gäste ihren Besuch nach.

4.
Die schon von Heinrich Bohne, meinem Vorgänger, geforderte Erneuerung des Mühlrades wird nun von der Stadt Damme befürwortet. Die weiteren, erforderlichen Geldgeber haben jedoch noch keine Zusage gegeben. Wie bei den zahlreichen, diesbezüglichen Besichtigungen erklärt wurde, halten wir folgende Maßnahmen für erforderlich:

  1. Erneuerung des Mühlrades mit reparaturfreundlicher Konstruktion,
  2. Erneuerung der rissigen Mahlsteine aus Beton,
  3. Erneuerung von Teilen der Unterkonstruktion des Gerinnes und des Parallelumgangs, Teilen der Bretter-Auflage des Ganges sowie der Geländer-Verankerung im Boden,
  4. Reparatur des undichten Daches mit historischen Ersatzziegeln.

5.
Die Stadt Damme und die Familie Höltermann haben die Bäume im Bereich der Mühle gefällt, so dass nun die Mühle wieder gut von der Mühlenstraße aus sichtbar ist. Die beim Fällen der Bäume rund um die Mühle angefallenen dicken Weißbuchenäste wurden in der
Mühle zwischengelagert und warten auf die Verarbeitung zu den in der Mühle zu verbauenden Zahnrädern.

6.
Die Mühlenstraße ist zurzeit wegen Bauarbeiten gesperrt. Von dort kamen in der Vergangenheit fast alle Mühlenbesucher. In 2019 ist daher mit einem Rückgang der Besucherzahlen zu rechnen. Es wird angeregt, dass die Aufsichten des Museums potentiellen Mühlenbesucher den Weg vom Museum erklären. Auch ein Treffpunkt am Museum und Abholung um 16:00 zur Mühle wäre denkbar, wenn dies gewünscht wird.

7.
Zur allgemeinen Information: Das niedersächsische Magazin ,,Use Land & Lüü“ stellt die Mühlen der Mühlenstraße vor. In diesem Jahr haben wir der Redaktion Informationsmaterial zur Mühle Höltermann zur Verfügung gestellt, so dass sie nun in der diesjährigen Ausgabe erschienen ist.

Dr. Alfred Lindner, 20.03.2019

Anlage 2: Bericht AG Stadtmuseum

Zweijahresbericht des Stadtmuseums Damme (zur GV 20.03.2019)

Im fünfundzwanzigsten und sechsundzwanzigsten Jahr des Stadtmuseums Damme gab es wahre Extreme: einerseits in der Besucherzahl 1393 noch 2017, aber 736 dann 2018 sowie 36 Gruppenführungen im ersten und nur 22 im zweiten Jahr. Das hatte natürlich seine Gründe, denn 2017 feierten wir Jubiläum mit einigen Sonderveranstaltungen, 2018 hingegen war ein ungewöhnlich langer, heißer Sommer, so dass die Menschen lieber im wahrsten Sinne des Wortes draußen blieben.

Das Jubiläumsjahr allerdings beging der Heimatverein, dessen Arbeitsgemeinschaft bekanntlich das Stadtmuseum betreibt, mit vier Veranstaltungen: Zunächst war das die Eröffnung einer neuen Sonderausstellung am 23. April, dann ein Festakt in der Scheune Leiber am 25.08., das Familienfest rund ums Museum am 27.08. und schließlich der entsprechende „Redezeit“-Vortrag am 18. Oktober. Die Besucher der zwei außerhalb des Museums stattfindenden Termine sind allerdings nicht in der Besucherstatistik festgehalten.

Die Besuchergruppen mit Führung stammten zu annähernd gleichen Teilen erstens aus den hiesigen oder ortsfremden Schulen, zweitens aus Heischegängern, die über die Touristinformation Dammer Berge kommen, sowie drittens aus Firmen, Familien, Vereinen oder Carnevalsgruppen.

Bei alldem ist das Stadtmuseum Damme in den Medien zweifellos präsent, denn in den hiesigen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen erschienen 2018 insgesamt 19 teils ausführliche und bebilderte Artikel über das Museum, die von Themen und Tätigkeiten oder Neuerungen dort berichteten. Zusätzlich schaltete diese Dammer Einrichtung zu verschiedenen Anlässen Anzeigen, um auf die Möglichkeiten des Stadtmuseums aufmerksam zu machen.

Ein wichtiger Teil der Resonanz auf die vielfältige Museumsarbeit spiegelt sich im Verkauf der verfügbaren Medien wider. Von den insgesamt 52 vorgehaltenen Medien zu regionalen Themen, in erster Linie Buch-Titeln, sind 18 häufig verkauft worden. An der Spitze der Bestseller-Liste stehen natürlich die jüngsten Neuerscheinungen: die Kessel-Biografie des erfolgreichen US-Auswanderers Johann Bernd Stallo sowie die Neubearbeitung zum Thema „Dammer Legge / Vom Flachs zum Leinen“. In absoluten Verkaufszahlen liegen allerdings nach wie vor ganz vorn „Dammer Eisenerzbergbau 1939-1967“ sowie „Damme in Weltkrieg und Folgezeit“. Bekanntlich gilt für viele der angebotenen Medien, dass sie nur noch im Stadtmuseum Damme vorrätig sind.

Weniger erfreulich ist es, dass die Oberwohnung bis Mai letzten Jahres von einer Asylbewerber-Familie, danach sogar für vier Monate von einer sechsköpfigen Obdachlosen-Familie bewohnt war. Leider haben sich diese Bewohner über vier Jahre nicht um das Umfeld gekümmert, so dass sich insbesondere zwischen Museum und Magazin im nicht von der Straße einsehbaren Bereich immer wieder randalierende Gruppen einfanden, dort jede Form des Mülls hinterließen, Zerstörungen, beschmierte Außenwände und Verwüstungen anrichteten.

Mittlerweile ist die Wohnung im Obergeschoss renoviert und soll an Mieter vergeben werden, die solche Hausmeister-Aufgaben und die Aufsicht im Außenbereich verpflichtend übernehmen. In den letzten vier Jahren kamen sämtliche genannten Tätigkeiten auf den Museumsleiter zu – eine sehr zeitraubende Arbeit, die der ohnehin ehrenamtlich geleisteten Arbeit verloren ging, so dass die Planung und Ausführung einer neuen Sonderausstellung nur sehr eingeschränkt vorankam. Hinzu kommt, dass die Wohnung seit nunmehr sechs Monaten leer steht und der Beginn eines Mietverhältnisses noch nicht genau absehbar ist. Auch wenn geeignete Bewohner dort einziehen, wird es wiederum einige Monate dauern, bis mit deren Hilfe im genannten Bereich Ordnung und Ruhe einkehren. Immerhin erfolgt die Vermietung in Absprache mit dem Museumsleiter.

Wolfgang Friemerding, zum 20. März 2019

Anlage 3: Bericht zur Erneuerung der Homepage

Zur Erneuerung unserer Homepage

Schon Mitte 2017 stellte sich heraus, dass unsere Homepage nicht mehr von Wolfgang Klika, der sie seit 2006 betreut hatte, programmiert bzw. gepflegt werden konnte. Zudem empfahl Klika selbst, den allgemeinen Gepflogenheiten entgegenzukommen, d.h. die Homepage Smartphonefähig zu gestalten. Als Drittes kam hinzu, dass diverse Einzelseiten dringend einer Aktualisierung, Qualitätsverbesserung und Ergänzung bedurften.

Wir haben daraufhin den Webmaster gewechselt und haben beja media in Damme beauftragt, diese Aufgabe zu übernehmen. Seit etwa September habe ich dann als Verantwortlicher vonseiten des Heimatvereins Damme ein neues Konzept entworfen und die zugehörigen Texte, Bilder, Dokumente, Skizzen usw. an Stefan Bernholt, den Chef von bejamedia, geliefert. In ständiger Abstimmung mit ihm wurde dann die Homepage umgestaltet. Das war ein Prozess, der über sieben Monate ging, denn sowohl die Zusammenstellung geeigneten Bildmaterials wie auch das Entwerfen der Texte inklusive Recherche, z.B. zur Geschichte des Heimatvereins Damme, kostete einen enormen Zeitaufwand, den ich ausschließlich allein aufgebracht habe und den die Agentur bejamedia technisch umsetzen musste.

Ende April 2018 war dann alles vollendet. Das Erscheinungsbild ist seither – je nachdem, ob man unsere Homepage über Smartphone, Tablet oder den PC-Bildschirm anschaut – unterschiedlich in der Anordnung. Das Konzept jedoch wird wegen seiner neuen Übersichtlichkeit sofort sichtbar: Das Öffentlichkeitswirksamste steht vornan, d.h. die aktuellen und Medien-Veröffentlichungen sowie das Stadtmuseum und die Wassermühle, gefolgt von allem, was Bewegung und Ortsveränderung bedeutet, d.h. die Wanderaktivitäten, schließlich die weiteren Arbeitsgruppen und Aufgaben des Heimatvereins, d.h. die Plattdeutsch-, die Familienkunde-Arbeitsgruppe sowie die Redezeiten und die Forschungsvorhaben. Natürlich bekam das Jahresprogramm als ständige Orientierung dnach seinen eigenen Platz.

Die Resonanz von Nicht-Heimatvereins-Mitgliedern ist bisher recht erfreulich gewesen. Die Rückmeldung vonseiten der Mitglieder allerdings hielt sich sehr in Grenzen. Insbesondere die Möglichkeit, etwas fürs „Neue Nachrichtenblatt“ einzureichen und zu verfassen, wurde – mit einer Ausnahme, die auf ich aber nachdrücklich hinweisen musste – nicht genutzt. Was immer wieder gewürdigt wurde, war eine Presseveröffentlichung in der OV, der OV am Sonntag oder im Sonntagsblatt bzw. in der Rundschau, wiewohl Artikel dort immer wieder gekürzt erscheinen, während sie ausführlicher und zumeist früher als „Neues Nachrichtenblatt“ auf unserer Homepage vorhanden sind. Die Artikel darin habe ich allesamt verfasst, nachdem ich an entsprechenden Treffen, Sitzungen oder Wanderungen teilgenommen hatte.

Vor vier Wochen haben wir nach einer Sitzung mit den Familienkundlern auf deren Bitte hin eine Veränderung in der Navigationsleiste vorgenommen. So sind nun nach der üblichen Startseite unter dem ersten Menüpunkt Aktivitäten sämtliche Arbeitsgruppen und Angebote erläutert, ebenso deren Ansprechpartner sowie ihre Erreichbarkeit, sei es per Telefon, sei es per Email, verzeichnet. Als Untermenüpunkte finden sich unter Aktivitäten noch die Vereinsgeschichte, die Beitrittsmöglichkeit, der Vorstand und die Liste der verfügbaren Medien.

Darauf folgt als zweites das Aktuelle, d.h. sämtliche „Neuen Nachrichtenblätter“, die auch rückblickend bis 2008 einzusehen sind. Sodann kommt das jeweilige Jahresprogramm, das nun auch in den Suchmaschinen aktuell ist, nachdem bis vor kurzem immer ein veraltetes Programm von 2016 erschien.

Stadtmuseum, Wanderer und Wassermühle schließen sich nach der letzten Umgestaltung mit diversen Untermenüpunkten an. Die Seiten dazu sind sehr differenziert aufgeführt, mit einer Fülle von Bildern und zugehörigen Texten versehen, die auch die jeweilige Geschichte dieser Einrichtungen einbezieht. Vor allem diese Seiten kosteten viel Zeit, Recherche und Arbeit.
An Umfang der Aufgaben und in der Darstellung im Internet können wir somit auf jeden Fall von allen Heimatvereinen weit und breit am meisten bieten, und selbst beim virtuellen Angebot zum Museum sicherlich mit den hauptamtlich geführten und wesentlich höher dotierten Museen Lohne und Vechta mithalten.

Im Übrigen beinhaltet diese Betreuung der Homepage auch, dass verschiedene Einrichtungen wie die Stadt Damme, die Touristinformation Dammer Berge, der Verbund Oldenburger Münsterland, der Heimatbund sowie die Oldenburgische Landschaft mit Texten und Bildmaterial für ihre Seiten zu den Heimatvereinen und Museen im jeweiligen Einzugsbereich versorgt werden müssen. Darüber hinaus gibt es mindestens fünf Museumsportale, für die jeweils Informationen verschiedenster Art zugeschnitten und hochgeladen werden muss. Somit sind wir, wenn man die Suchmaschinen einmal gründlich durchgeht, im Internet auf höchst unterschiedliche Art vertreten. Wenn man nun noch die ständige Aktualisierung all dieser Seiten hinzunimmt, wird sicherlich deutlich, mit welchem Zeit- und Arbeitsaufwand das alles verbunden ist. Es wäre nun angemessen und wünschenswert, wenn unsere Präsenz im Internet noch viel mehr in Anspruch genommen würde.

Wolfgang Friemerding, 20.März 2019