Die Veranstaltungen zum Jubiläum:
25 Jahre Stadtmuseum Damme

Wahrlich ein Grund zum Feiern bestand für den Heimat- und Verschönerungsverein „Oldenburgische Schweiz“ als Betreiber des früheren und bis 1991 umgestalteten Bahnhofsgebäudes 2017, als das Dammer Stadtmuseum 25 Jahre alt wurde. Vier Veranstaltungen waren es, die in einem Zeitraum von April bis Oktober dieses Ereignis würdigten.

Neue Sonderausstellung

„Höhepunkte aus 25 Jahren“ hieß die Sonderausstellung, die am 23. April im eigenen Hause eröffnet wurde. Das geschah zunächst mit einem Empfang um 11 Uhr für die Vereinsmitglieder und geladene Ehrengäste. Darunter befand sich auch der Präsident des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland Hans-Georg Knappik, der nach der Begrüßungsrede des Museumsleiters Wolfgang Friemerding mit einem historischen Schlüssel die ehemalige Frachtgüterhalle mit der Sonderausstellung aufschloss und somit der Öffentlichkeit zugänglich machte. Am Nachmittag folgte dann die erstmalige Besichtigung für alle weiteren Interessierten. Bei regem Besuch erwies sich dieser Auftakt als gute Basis für die kommenden Feierlichkeiten.

Die neue Themen-Schau zeigte übrigens Exponate aus neun Sonderausstellungen, die das Stadtmuseum Damme in den vergangenen 25 Jahren präsentieren konnte. Angefangen hatte es von 1992 bis 1994 mit „Dammer Eisenerzbergbau 1939–1967“, worauf von 1994 bis 1996 das Thema „Vom Flachs zum Leinen / Die Dammer Legge / Kleidung und Kleidungspflege um 1900“ folgte. Für 1996-1998 erarbeitete die Museums-AG die „Dammer Wasser- und Windmühlen“, für 1998 bis 2000 die „Dammer Berge“. Dem schloss sich eine epochal orientierte Serie von vier aufeinander folgenden Themen an: 2000 bis 2002 „Damme im Kaiserreich“, 2002 bis 2004 „Notgeld – Notzeiten. Damme während der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg“, 2004 bis 2008 „Damme zwischen den Weltkriegen“ und 2008 bis 2013 „Damme in Weltkrieg und Folgezeit“. Schließlich hieß es zum närrischen Jubiläum 2013 bis 2017 „In närrischer Eigenart. 400 Jahre Dammer Carneval“. Zu all diesen Sonderthemen erschienen zeitgleich illustrierte Veröffentlichungen meist in Buchform, die zum Jubiläum 2017 entweder weiterhin verfügbar waren oder neu aufgelegt bzw. überarbeitet wieder herausgegeben wurden.

Jubiläums-Festakt

Am 28. August 2017 gab die Stadt Damme, die seit dem Kauf von der Bundesbahn 1987 Eigentümerin des ehemaligen Dammer Bahnhofs ist und den Umbau zum Museum mit Hilfe von Geldern aus der Stadtsanierung möglich gemacht hatte, für den Heimat- und Verschönerungsverein „Oldenburgische Schweiz“ einen offiziellen Jubiläums-Empfang in der Kultur-Scheune Leiber. Rund hundert Gäste, insbesondere die ehrenamtlichen Mitarbeiter in Heimatverein und Museum, waren neben vielen Vertretern aus Kultur, Verbänden, Wirtschaft und Politik geladen.

Dammes stellvertretende Bürgermeisterin Ruth Bresser würdigte die Arbeit der im Stadtmuseum Tätigen, die durch ihr Wirken eine hohe Akzeptanz dieser Einrichtung erzielt hätten. Konzeption und Präsentation seien in diesem Hause bemerkenswert. Ganz besonders hob sie hervor, dass hier ein ausschließlich ehrenamtlicher Einsatz geleistet werde, der durchweg professionelle Züge trage. Dafür spreche sie den Beteiligten den nachdrücklichen Dank von Rat und Verwaltung der Stadt Damme aus.

Der Vizepräsident des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland Stefan Schute nannte das Stadtmuseum Damme einen „Leuchtturm“ in der hiesigen Kultur-Landschaft. Die Aufarbeitung der Dammer Geschichte und Entwicklung schaffe einen hohen Grad an Identifikation mit dem Ort und der Region. Dieser Effekt beruhe vor allem darauf, dass mit den ausgestellten Themen das Bewusstsein um das Werden Dammes geweckt und – allzeit gegenwärtig – verdeutlicht werde.

Der Leiter des Stadtmuseums Wolfgang Friemerding erläuterte zunächst den Werdegang der Einrichtung, die nur durch eine „glückliche personelle Konstellation“ möglich geworden sei. Er zeigte aus verschiedenem Blickwinkeln die Chancen und Möglichkeiten des Museums auf. Sein Fazit lautete: „Das Stadtmuseum ist also nicht nur der Ort, an dem die Dammer Geschichte eine Heimat gefunden hat, sondern auch der Ort, an dem wir uns mit Damme gleichsetzen können, wo wir die Begründung für den Satz ‚Ich bin stolz, Dammer zu sein!‘ finden.“

Schließlich ehrte der Vorsitzende des Heimatvereins Damme Dr. Jürgen Kessel insgesamt zehn langjährige Mitarbeiter des Stadtmuseums und überreichte ihnen zum Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz Gutscheine für ein Festmenü mit jeweiligem/r Partner/in. Im Anschluss an den offiziellen Teil feierten die Gäste noch so manche Stunde weiter.

Familienfest auf dem Museumsgelände

Um das Jubiläum für die Öffentlichkeit auf eine möglichst breite Basis zu stellen, veranstalteten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Stadtmuseums am 30. August 2017 ein Familienfest. Schon Wochen zuvor wies ein Transparent am Museumsgeländer unübersehbar auf das Ereignis hin. Zudem hatte die Stadt Damme mit drei Fahnenmasten festlich geflaggt, und zwar mit der Dammer, der Oldenburger und der Niedersachsen-Fahne. Sonniges Wetter schickte der Himmel passend zum Jubiläum, was wiederum viele Unternehmungslustige per Fahrrad herbeilockte.

In den Ausstellungsräumen selbst gab es dazu einen „Tag der offenen Tür“ bei freiem Eintritt. Solchermaßen stellte sich wieder einmal in mehreren Fällen heraus, dass Dammer Einwohner entweder bisher noch gar nicht das Museum besucht hatten oder aber vor vielen Jahren letztmalig dort gewesen waren und sich nach Sonderausstellungen erkundigten, die längst nicht mehr gezeigt wurden. Allerdings erwies sich dabei der Bereich in der einstigen Frachtgüterhalle als hilfreich, da dort ja die Höhepunkte aus jeder früheren Sonderschau vertreten waren.

Zu diesem gern angenommenen Angebot hatte die Museums-AG ein großes Zelt zwischen Hauptgebäude und Magazin aufbauen lassen, in dem Getränke – namentlich Kaffee – und Kuchen bereitstanden. Zahlreiche Helfer hatte der Heimatverein Damme mobilisiert, die einerseits fleißig Kuchen gebacken und gespendet hatten, andererseits auch unentgeltlich in der Bedienung tätig waren, so dass der Erlös dem Stadtmuseums-Etat zugutekam. Besonders am Nachmittag nutzten das gemütliche Zelt eine Menge Gäste. Neben dem ständigen Medien-Angebot im Museumsgebäude bot dazu der Heimatverein an einem Bücherstand seltene Titel zur Regionalliteratur an. Rund 400 Besucher wollten an diesem Familientag dabei sein.

„Redezeit“ zum Stadtmuseum Damme

Teil vier der Veranstaltungen zum Silberjubiläum bildete einer der Vorträge im Herbst in der Vortragsreihe „Redezeit“ des Heimatvereins, und zwar am 18. Oktober 2017. Museumsleiter Wolfgang Friemerding informierte in einem reichhaltig illustrierten Vortrag über den Werdegang des 25 Jahre alten Stadtmuseums Damme. Dabei ging es zunächst um die Vorläufer einer solchen Einrichtung und die Konkretisierung des Vorhabens im Rahmen der Stadtsanierung zwischen 1987 und 1991. Dem folgte der Einblick in die zahlreichen Aufgaben der zuständigen Arbeitsgruppe des Heimatvereins. Das geschah vor allem im Hinblick darauf, dass für das breite Spektrum der Tätigkeiten der ehrenamtlich Aktiven des Hauses Interesse geweckt werden sollte, um weitere Mitarbeiter zu gewinnen.

Im zweiten Teil des Referats ging es um die Wirkung und Anstöße, die von den Ausstellungen, aber auch von der Bibliothek, dem Bildarchiv und der Sammlung von Exponaten ausgingen. Da sind in erster Linie natürlich die Veröffentlichungen des Stadtmuseums zu allen dort vertretenen Themen, sei es in Buchform oder in einer Fülle von Zeitungsartikeln aus dem eigenen Hause. Auswirkungen auf Firmen- oder Ortsteil-Jubiläen, auf Schulen und Kindergärten, auf Vereine und Interessentengruppen, auf die Touristinformation Dammer Berge, ja, auf das gesamte Kulturleben der Stadt zeigte Museumsleiter Friemerding anhand vieler Bilder auf. Das „historische Gedächtnis“ Dammes befinde sich nach seinen Worten im Stadtmuseum Damme.

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