Niederschrift

über die Generalversammlung des Heimat- und Verschönerungsvereins „Oldenburgische Schweiz“ Damme e.V., am Mittwoch, 20. März 2019, 19.00 Uhr, in der Scheune Leiber

1. Eröffnung und Begrüßung
Der 1. Vorsitzende Dr. Jürgen Kessel eröffnet um 19.00 Uhr die Generalversammlung und begrüßt die erschienenen Heimatfreunde (26 lt. Anwesenheitsliste). Er weist darauf hin, dass zu der Generalversammlung form- und fristgerecht eingeladen wurde. Gegen die Form der Ladung und die Tagesordnung wird kein Widerspruch erhoben. Die Anregung, über das „Neue Nachrichtenblatt“ zu sprechen, wird unter dem Punkt „Verschiedenes“ behandelt. Die Beschlussfähigkeit wird festgestellt. Dr. Kessel verliest die Namen der seit der letzten Generalversammlung verstorbenen Mitglieder. Die Anwesenden erheben sich zu einer Schweigeminute.

2. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung
Das Protokoll der Generalversammlung vom 26. April 2017 wird vom Schriftführer Heinz Susok in Auszügen vorgestellt. Einige Kopien der Niederschrift werden zusätzlich zur Einsicht herumgereicht. Das Protokoll wird bei Enthaltung des Vorstandes einstimmig genehmigt.

Das Protokoll soll zukünftig früher zur Verfügung stehen. Dr. Kessel schlägt vor, das Protokoll ab dem Zeitpunkt der Einladung zur Generalversammlung auf der Homepage zu veröffentlichen.

3. Bericht des Vorstandes
Dr. Kessel weist zunächst auf den neuen Dienstleister zur Betreuung der Homepage hin. Die Seite wird nach und nach weiter ausgebaut. Anschließend verweist er auf die Buchvorstellung zur Auswanderung 2017.

Die „Redezeiten“ der vergangenen Jahre sind wieder gut besucht worden. Im Schnitt nehmen 40 bis 50 Personen an den Vorträgen teil, die plattdeutschen Abende sind mit Abstand am besten besucht.

Die Überalterung der Gesellschaft hat auch Konsequenzen für den Heimatverein. An den Wanderungen nehmen immer weniger teil (siehe auch Bericht der Arbeitsgruppe). Die Teilnahme an den Radwanderungen ist dagegen gut.

Der Verein benötigt dringend neue und vor allem jüngere Mitglieder. Er bittet um Ideen für neue oder andere Veranstaltungen, um Publikum anzusprechen.

Dr. Kessel weist darauf hin, dass der Kassenwart Bernard Heidkamp verabschiedet werden soll und teilt mit, dass auch er in absehbarer Zeit den Vorsitz abgeben möchte.

4. Berichte der Arbeitsgruppen

a) Mühle Höltermann
Dr. Alfred Lindner trägt (s. Anlage 1) vor, dass aus Eintrittsgeldern bzw. Spenden ca. 100 € pro Jahr eingenommen werden. Damit kann die laufende Unterhaltung der Mühle natürlich nicht gedeckt werden. Kleinere Reparaturen werden von ihm bzw. Jürgen Arlt durchgeführt, weitere Unterstützer werden aber gesucht. Das Mühlrad wird bei Führungen in Betrieb gesetzt, der Mühlstein kann nicht mehr bewegt werden, da gerissen

Seit der grundlegenden Renovierung der Mühle sind rund 20 Jahre vergangen. Für die seit geraumer Zeit anstehende Sanierung hat die Stadt Damme eine anteilige Kostenzusage erteilt, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass weitere Fördergelder bewilligt werden.

Wegen der derzeitigen Sanierung und Sperrung der Mühlenstraße ist in diesem Jahr mit weniger Besuchern zu rechnen. Der Zugang ist derzeit über die Verbindung vom Stadtmuseum möglich. Der Flyer zur Mühle – so eine Bitte von Margret Höltermann – sollte in nächster Zeit überarbeitet werden.

b) Wandern
Wanderwart Thomas Fabricius gibt einen Rückblick auf die Wanderungen in 2018. Die Anzahl der Wanderer ist rückläufig, es hat sich aber ein fester Kern von 11 Personen (Whatsapp-Gruppe) gebildet. Er berichtet von den „Highlights“ Wanderung am Piesberg und einer Abendwanderung mit anschließendem Picknick. Abschließend gibt er einen Ausblick auf das Wanderprogramm 2019 sowie auf die Exkursionen mit Franz-Josef Nienaber.

c) Radwandern
Bernard Imsieke berichtet von regem Zuspruch bei den Radwanderungen in 2017 und 2018. Zwischen April und Oktober eines jeden Jahres – davon eine Tagestour – nehmen im Schnitt 25 – 30 Personen an den Touren teil, einmal waren es sogar 45. Ferner teilt er mit, dass er aus Altersgründen die Leitung der Gruppe abgeben möchte, Clemens Rießelmann soll die Leitung übernehmen. Für die Co-Leitung wird noch eine zweite Person gesucht.

Dr. Kessel weist auf die Unfallgefahren bei den Gruppenfahrten hin und bittet die Radler, Helme zu nutzen.

d) Plattdeutsch
Als Sprecherin der Gruppe weist Waltraud Boving auf die gut besuchten Treffen (jeden 1. Mittwoch im Monat, 15.00 Uhr, in der Gaststätte Schmitz „Pion“) hin. Es nehmen regelmäßig 20 – 25 Personen teil. Bei runden Geburtstagen erhält das Geburtstagskind einen Blumenstrauß, außerdem findet jährlich ein „Nikolausbesuch“ statt. Die entstehenden Kosten sollen zukünftig durch einen Zuschuss aus der Vereinskasse mitfinanziert werden.

e) Familienkunde
Ludger Rohe berichtet aus der Arbeitsgruppe Familienkunde, die sich jeden 1. Donnerstag um 19.00 Uhr in der Gaststätte Pellenwessel trifft. In der Regel nehmen an den Treffen 10 – 15 Familienforscher teil, diese kommen z.T. aus umliegenden Orten, manchmal sind auch Familienforscher aus Osnabrück dabei. Man tauscht sich über Daten zu Höfen, Familien, Herkunftslinien aus und klärt, welche Archive entsprechende Daten vorhalten.

Eine Bibliographiegruppe trifft sich dienstags im Museum, um ein Schlagwortregister für die Hausbibliothek des Stadtmuseums zu erstellen. Eine „Fotogruppe“ digitalisiert den Papierbilder-Bestand des Stadtmuseums. Für die notwendige Ausstattung mit PC, Scanner, Drucker, Einkauf eines Bibliotheksprogramms wurden rd. 6.000 Euro Spendengelder eingeworben, die laufenden Kosten für das Update des Programms trägt der Heimatverein. Inwieweit die gesammelten Daten für eine Veröffentlichung zugänglich gemacht werden können, ist noch ungeklärt, da es sich um den Bestand des Stadtmuseums handelt, für dessen Zwecke dieser erstellt wurde.

Über eine eventuelle Ausleihe (von Büchern und anderen Medien) entwickelt sich eine längere Debatte. Wolfgang Friemerding weist darauf hin, dass vertrauenswürdige Personen auf Nachfrage für ihre Forschungen – wie in der Vergangenheit oftmals praktiziert – Unterlagen bekommen oder einsehen können. Eine allgemeine Ausleihe sei angesichts der Art des Bestandes, aber insbesondere personell und zeitlich nicht zu leisten. Hingewiesen wird darauf., dass die Schlagwort-Erstellungs- bzw. Digitalisierungsgruppe sowie Mitglieder der Familienforscher die Bestände während der Arbeitszeiten einsehen könnten. Eine abschließende Regelung kann erst nach Fertigstellung der Aufgaben dieser Arbeitsgruppe erfolgen. Die Mitgliederversammlung berät dann zu einem späteren Zeitpunkt darüber.

f) Stadtmuseum
Den Bericht erstattet Wolfgang Friemerding in schriftlicher Form (s. Anlage 2). Die Besucherzahlen in den beiden vergangenen Jahren schwanken sehr: Zum 25-jährigen Jubiläum 2017 mit einigen Extraveranstaltungen konnten über 1400 Besucher gezählt werden, 2018 waren es nur 736. Außerdem berichtet er von den Führungen durch Schulen, Firmen, Familientreffen und den von der Tourist-Information durchgeführten Heischegängen.

19 Artikel über das Museum wurden 2018 in der Presse veröffentlicht. Der Verkauf von Medien (über 50 verschiedene, vor allem Bildbände) läuft sehr gut. Mit Dr. Alfred Lindner und Jürgen Arlt kümmert er sich auch um die Außenanlagen von Museum und Magazingebäude. In den vergangenen vier Jahren war die Wohnung im Obergeschoss durch eine Flüchtlings-, später Obdachlosenfamilie belegt, die sich jeweils nicht um das Erscheinungsbild kümmerten und für die der Museumsleiter eine Menge Hausmeistertätigkeit übernehmen musste. Bei der anstehenden Neuvermietung soll ein Mieter dazu verpflichtet werden, diese Dienste wieder wahrzunehmen, insbesondere auch im Hinblick auf die Gruppen, die sich hinter dem Museum treffen und dort Müll hinterlassen, Graffiti an die Wände sprühen und diverse Sachbeschädigungen vornehmen.

Abschließend spricht er die Neugestaltung der Internetseite des Heimatvereins an (s. Anlage 3). Von ca. 2006 bis 2017 wurde die technische Seite über Wolfgang Klika abgewickelt. Seit 2018 ist die Fa. Beja-Media damit beauftragt. Die Neugestaltung und Zusammenstellung von Texten, Bildmaterial sowie die notwendige Recherche hat der stellvertretende Vorsitzende in den letzten drei Jahren bei großem Arbeitsaufwand ohne weitere Hilfe übernommen. Die Bitte an die verschiedenen Arbeitsgruppen, für die aktuellen Seiten im „Neuen Nachrichtenblatt“ Berichte zur Veröffentlichung bereitzustellen, findet allerdings kaum Resonanz. Er bat darum, ihm entsprechendes Material (Infos, Bilder) zu liefern, damit er diese Berichte – wie bisher – selbst anfertigen kann.

5. Kassenbericht
Der Kassenwart Bernard Heidkamp stellt die Einnahmen und Ausgaben seit der letzten Generalversammlung vor (s. Anlage). Der Kassenbestand pendelt um einen Betrag von rd. 20.000 Euro. Dr. Kessel dankt Bernard Heidkamp für seine engagierte Arbeit, die er schon seit über 25 Jahren ausübt und verabschiedet ihn aus diesem Amt.

6. Bericht der Kassenprüfer
Der Bericht wurde von Josef Lampe vorgetragen. Er hat zusammen mit Johannes Wübker die Kasse geprüft und keine Beanstandungen festgestellt.

7. Entlastung des Kassenwartes und des Vorstandes
Auf Vorschlag von Willehad Fortmann wird dem Kassenwart und den weiteren Vorstandsmitgliedern (bei Enthaltung des Vorstands) Entlastung erteilt.

8. Neuwahl des Kassenwartes
Dr. Kessel teilt mit, dass in den vergangenen Monaten mehrere verschiedene Personen für den Posten angesprochen wurden. Bisher hätte keine Person eine Zusage gegeben. Daher sei mit Bernard Heidkamp vereinbart worden, dass er das Amt bis zur Findung eines Nachfolgers das Amt kommissarisch weiterführt. Dr. Kessel hofft, bei der nächsten Versammlung einen neuen Kassenwart präsentieren zu können, der dann gewählt wird.

9. Mitgliedschaft im Wiehengebirgsverband Weser Ems e.V. (WGV)
An den Veranstaltungen des WGV haben Mitglieder des Dammer Heimatvereins seit Jahren nicht mehr teilgenommen. Jährlich ist ein Beitrag von rd. 500 Euro zu zahlen. Dr. Kessel schlägt daher vor, zum Jahresende aus dem WGV auszutreten. Diese Empfehlung mit 26 Ja-Stimmen und 1 Nein-Stimme angenommen.

10. Europäische Datenschutzgrundverordnung
Eine Kurzinfo war auf der Rückseite des Einladungsschreibens abgedruckt. Die Vorstandsmitglieder, die Daten verarbeiten, werden sich an die neuen Regelungen halten. Die Haftungsfrage ist noch nicht abschließend geklärt. Deshalb will Dr. Kessel weitere Informationen von Juristen einholen. Dafür benötigt er noch Zeit, um alles zu prüfen. Evtl. ist die Satzung anzupassen. Das Thema wird vermutlich bei der nächsten Versammlung wieder angesprochen.

11. Verschiedenes

a) „Neues Nachrichtenblatt“
Einige Familienforscher wünschten, dass jede Arbeitsgruppe einen eigenen „Button“ auf der Homepage für ihre eigenen Berichte erhält. Da diese Möglichkeit schon seit einiger Zeit unter „Neues Nachrichtenblatt“ (s. Menüleiste) besteht, lehnte die Mehrheit der Anwesenden dies ab. Die Redaktion sollte in einer Hand bleiben (Wolfgang Friemerding / Dr. Jürgen Kessel). Vor Erscheinen sollen die Berichte redigiert und auf Datenschutzvorschriften hin überprüft werden.

b) Ehrenamtskarte
Dr. Kessel regt die Einführung der Ehrenamtskarte für die Stadt Damme an (nach dem Beispiel Lohne, vor einigen Tagen in der Tagespresse).

c) Kulturausschuss
Dr. Kessel regt Sitz und Stimme im Kulturausschuss der Stadt Damme an (z.B. Heimatverein oder Kunst- und Kulturkreis). „Es gibt einen Ausschuss für Wirtschaftsförderung-, Finanzen und Kultur“, so Wolfgang Friemerding, in dem eine Beteiligung einer Kulturinstitution bisher nicht vorgesehen sei.

d) Heimatbund Oldenburger Münsterland
Der Heimatbund für das Oldenburger Münsterland sucht für Berichte aus der Region Paten für die einzurichtenden Informationspools.

e) Umweltwoche
Vom 01. – 06.04.2019 wird wieder die Umweltwoche durchgeführt. Von der Stadt Damme wurden alle Vereine mit der Bitte um Beteiligung angeschrieben.

f) Themen für „Redezeiten“
Dr. Kessel bittet um Themenvorschläge für die „Redezeiten“ im Herbst 2020.

g) Personen für verschiedene Aufgaben gesucht / Mitgliederwerbung
Für verschiedene Aufgaben innerhalb des Heimatvereins werden interessierte Personen gesucht. Ewald Pille habe sich gemeldet und wird sich demnächst zusammen mit Franz-Josef Nienaber um das Wanderwegenetz im Stadtgebiet kümmern. Weitere offene Stellen sind derzeit Kassenwart und 2. Radwanderwart.

h) Sternfahrt
Bernard Imsieke weist auf eine Rad-Sternfahrt nach Lemförde hin. Am 14.04.2019 (Start um 11.00 Uhr beim Stadtmuseum) führt die Rad-Sternfahrt nach Lemförde zur Gewerbeschau („Schauen und Staunen“). Anmeldungen sind bei ihm möglich.

i) Wassermühle Meyer-Nordhofe
Willehad Fortmann weist auf Müllablagerungen im Bereich der Wassermühle Meyer-Nordhofe hin. Dieser Anblick sei keine schöne Einladung für Wanderer und Radfahrer, die nach Damme kommen.

Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Daher beendet Dr. Jürgen Kessel die Mitgliederversammlung gegen 21.45 Uhr mit einem Dank an alle Anwesenden.

1. Vorsitzender

Schriftführer

1. Vorsitzender

Schriftführer

Anlage 1: Bericht AG Mühle Höltermann

Bericht Mühle Höltermann 4/2017 – 3/2019

1.
Kassenbestand 26.04.2017: 123,46 €
Kassenbestand 20.03.2019: 327,39 €
Einnahmen insgesamt: 202,47 €
Wertmäßig nicht enthalten ist Aufwand der Herren Steinbach, Lindner und Arlt zur Instandsetzung des Mühlrades sowie Arbeiten der Stadt Damme und Familie Höltermann zur Fällung von Bäumen auf dem Mühlengelände.
Besucher insgesamt: 121 Erwachsene und 17 Kinder

2.
Das Mühlrad wurde 2017 und 2018 bei Führungen in Betrieb gesetzt, der Mühlstein nur auf
besonderen Wunsch. Nach fast jeder Inbetriebnahme des Mühlrades waren danach Bretter des Mühlrades lose und sogar abgefallen und bewirkten dadurch erheblichen Arbeitsaufwand. Es waren sowohl die Bodenbretter als auch die inneren Bretter betroffen. Während des Zeitraumes mussten ca. 3/4 der Bretter des Mühlrades wieder befestigt werden. Meines Erachtens ist neben der Betriebszeit von 20 Jahren in wechselnd feuchter Umgebung auch
die Konstruktion des Mühlrades für einen erhöhten Reparaturaufwand verantwortlich. Die Kräfte des einschießenden Wassers werden konstruktiv nicht abgeleitet und wirken in vollem Umfang auf die einzelnen Bretter. Die inneren Bretter sind konstruktiv nicht in voller ursprünglicher Länge austauschbar, was zu Bypass führt und die Haltbarkeit vermindert.

3.
Eine Zeitungsente sorgte in der Zeit um Pfingsten 2018 für Verwirrung und Verärgerung von
Besuchern. Glücklicherweise holten mehrere der falsch informierten Gäste ihren Besuch nach.

4.
Die schon von Heinrich Bohne, meinem Vorgänger, geforderte Erneuerung des Mühlrades wird nun von der Stadt Damme befürwortet. Die weiteren, erforderlichen Geldgeber haben jedoch noch keine Zusage gegeben. Wie bei den zahlreichen, diesbezüglichen Besichtigungen erklärt wurde, halten wir folgende Maßnahmen für erforderlich:

  1. Erneuerung des Mühlrades mit reparaturfreundlicher Konstruktion,
  2. Erneuerung der rissigen Mahlsteine aus Beton,
  3. Erneuerung von Teilen der Unterkonstruktion des Gerinnes und des Parallelumgangs, Teilen der Bretter-Auflage des Ganges sowie der Geländer-Verankerung im Boden,
  4. Reparatur des undichten Daches mit historischen Ersatzziegeln.

5.
Die Stadt Damme und die Familie Höltermann haben die Bäume im Bereich der Mühle gefällt, so dass nun die Mühle wieder gut von der Mühlenstraße aus sichtbar ist. Die beim Fällen der Bäume rund um die Mühle angefallenen dicken Weißbuchenäste wurden in der
Mühle zwischengelagert und warten auf die Verarbeitung zu den in der Mühle zu verbauenden Zahnrädern.

6.
Die Mühlenstraße ist zurzeit wegen Bauarbeiten gesperrt. Von dort kamen in der Vergangenheit fast alle Mühlenbesucher. In 2019 ist daher mit einem Rückgang der Besucherzahlen zu rechnen. Es wird angeregt, dass die Aufsichten des Museums potentiellen Mühlenbesucher den Weg vom Museum erklären. Auch ein Treffpunkt am Museum und Abholung um 16:00 zur Mühle wäre denkbar, wenn dies gewünscht wird.

7.
Zur allgemeinen Information: Das niedersächsische Magazin ,,Use Land & Lüü“ stellt die Mühlen der Mühlenstraße vor. In diesem Jahr haben wir der Redaktion Informationsmaterial zur Mühle Höltermann zur Verfügung gestellt, so dass sie nun in der diesjährigen Ausgabe erschienen ist.

Dr. Alfred Lindner, 20.03.2019

Anlage 2: Bericht AG Stadtmuseum

Zweijahresbericht des Stadtmuseums Damme (zur GV 20.03.2019)

Im fünfundzwanzigsten und sechsundzwanzigsten Jahr des Stadtmuseums Damme gab es wahre Extreme: einerseits in der Besucherzahl 1393 noch 2017, aber 736 dann 2018 sowie 36 Gruppenführungen im ersten und nur 22 im zweiten Jahr. Das hatte natürlich seine Gründe, denn 2017 feierten wir Jubiläum mit einigen Sonderveranstaltungen, 2018 hingegen war ein ungewöhnlich langer, heißer Sommer, so dass die Menschen lieber im wahrsten Sinne des Wortes draußen blieben.

Das Jubiläumsjahr allerdings beging der Heimatverein, dessen Arbeitsgemeinschaft bekanntlich das Stadtmuseum betreibt, mit vier Veranstaltungen: Zunächst war das die Eröffnung einer neuen Sonderausstellung am 23. April, dann ein Festakt in der Scheune Leiber am 25.08., das Familienfest rund ums Museum am 27.08. und schließlich der entsprechende „Redezeit“-Vortrag am 18. Oktober. Die Besucher der zwei außerhalb des Museums stattfindenden Termine sind allerdings nicht in der Besucherstatistik festgehalten.

Die Besuchergruppen mit Führung stammten zu annähernd gleichen Teilen erstens aus den hiesigen oder ortsfremden Schulen, zweitens aus Heischegängern, die über die Touristinformation Dammer Berge kommen, sowie drittens aus Firmen, Familien, Vereinen oder Carnevalsgruppen.

Bei alldem ist das Stadtmuseum Damme in den Medien zweifellos präsent, denn in den hiesigen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen erschienen 2018 insgesamt 19 teils ausführliche und bebilderte Artikel über das Museum, die von Themen und Tätigkeiten oder Neuerungen dort berichteten. Zusätzlich schaltete diese Dammer Einrichtung zu verschiedenen Anlässen Anzeigen, um auf die Möglichkeiten des Stadtmuseums aufmerksam zu machen.

Ein wichtiger Teil der Resonanz auf die vielfältige Museumsarbeit spiegelt sich im Verkauf der verfügbaren Medien wider. Von den insgesamt 52 vorgehaltenen Medien zu regionalen Themen, in erster Linie Buch-Titeln, sind 18 häufig verkauft worden. An der Spitze der Bestseller-Liste stehen natürlich die jüngsten Neuerscheinungen: die Kessel-Biografie des erfolgreichen US-Auswanderers Johann Bernd Stallo sowie die Neubearbeitung zum Thema „Dammer Legge / Vom Flachs zum Leinen“. In absoluten Verkaufszahlen liegen allerdings nach wie vor ganz vorn „Dammer Eisenerzbergbau 1939-1967“ sowie „Damme in Weltkrieg und Folgezeit“. Bekanntlich gilt für viele der angebotenen Medien, dass sie nur noch im Stadtmuseum Damme vorrätig sind.

Weniger erfreulich ist es, dass die Oberwohnung bis Mai letzten Jahres von einer Asylbewerber-Familie, danach sogar für vier Monate von einer sechsköpfigen Obdachlosen-Familie bewohnt war. Leider haben sich diese Bewohner über vier Jahre nicht um das Umfeld gekümmert, so dass sich insbesondere zwischen Museum und Magazin im nicht von der Straße einsehbaren Bereich immer wieder randalierende Gruppen einfanden, dort jede Form des Mülls hinterließen, Zerstörungen, beschmierte Außenwände und Verwüstungen anrichteten.

Mittlerweile ist die Wohnung im Obergeschoss renoviert und soll an Mieter vergeben werden, die solche Hausmeister-Aufgaben und die Aufsicht im Außenbereich verpflichtend übernehmen. In den letzten vier Jahren kamen sämtliche genannten Tätigkeiten auf den Museumsleiter zu – eine sehr zeitraubende Arbeit, die der ohnehin ehrenamtlich geleisteten Arbeit verloren ging, so dass die Planung und Ausführung einer neuen Sonderausstellung nur sehr eingeschränkt vorankam. Hinzu kommt, dass die Wohnung seit nunmehr sechs Monaten leer steht und der Beginn eines Mietverhältnisses noch nicht genau absehbar ist. Auch wenn geeignete Bewohner dort einziehen, wird es wiederum einige Monate dauern, bis mit deren Hilfe im genannten Bereich Ordnung und Ruhe einkehren. Immerhin erfolgt die Vermietung in Absprache mit dem Museumsleiter.

Wolfgang Friemerding, zum 20. März 2019

Anlage 3: Bericht zur Erneuerung der Homepage

Zur Erneuerung unserer Homepage

Schon Mitte 2017 stellte sich heraus, dass unsere Homepage nicht mehr von Wolfgang Klika, der sie seit 2006 betreut hatte, programmiert bzw. gepflegt werden konnte. Zudem empfahl Klika selbst, den allgemeinen Gepflogenheiten entgegenzukommen, d.h. die Homepage Smartphonefähig zu gestalten. Als Drittes kam hinzu, dass diverse Einzelseiten dringend einer Aktualisierung, Qualitätsverbesserung und Ergänzung bedurften.

Wir haben daraufhin den Webmaster gewechselt und haben beja media in Damme beauftragt, diese Aufgabe zu übernehmen. Seit etwa September habe ich dann als Verantwortlicher vonseiten des Heimatvereins Damme ein neues Konzept entworfen und die zugehörigen Texte, Bilder, Dokumente, Skizzen usw. an Stefan Bernholt, den Chef von bejamedia, geliefert. In ständiger Abstimmung mit ihm wurde dann die Homepage umgestaltet. Das war ein Prozess, der über sieben Monate ging, denn sowohl die Zusammenstellung geeigneten Bildmaterials wie auch das Entwerfen der Texte inklusive Recherche, z.B. zur Geschichte des Heimatvereins Damme, kostete einen enormen Zeitaufwand, den ich ausschließlich allein aufgebracht habe und den die Agentur bejamedia technisch umsetzen musste.

Ende April 2018 war dann alles vollendet. Das Erscheinungsbild ist seither – je nachdem, ob man unsere Homepage über Smartphone, Tablet oder den PC-Bildschirm anschaut – unterschiedlich in der Anordnung. Das Konzept jedoch wird wegen seiner neuen Übersichtlichkeit sofort sichtbar: Das Öffentlichkeitswirksamste steht vornan, d.h. die aktuellen und Medien-Veröffentlichungen sowie das Stadtmuseum und die Wassermühle, gefolgt von allem, was Bewegung und Ortsveränderung bedeutet, d.h. die Wanderaktivitäten, schließlich die weiteren Arbeitsgruppen und Aufgaben des Heimatvereins, d.h. die Plattdeutsch-, die Familienkunde-Arbeitsgruppe sowie die Redezeiten und die Forschungsvorhaben. Natürlich bekam das Jahresprogramm als ständige Orientierung dnach seinen eigenen Platz.

Die Resonanz von Nicht-Heimatvereins-Mitgliedern ist bisher recht erfreulich gewesen. Die Rückmeldung vonseiten der Mitglieder allerdings hielt sich sehr in Grenzen. Insbesondere die Möglichkeit, etwas fürs „Neue Nachrichtenblatt“ einzureichen und zu verfassen, wurde – mit einer Ausnahme, die auf ich aber nachdrücklich hinweisen musste – nicht genutzt. Was immer wieder gewürdigt wurde, war eine Presseveröffentlichung in der OV, der OV am Sonntag oder im Sonntagsblatt bzw. in der Rundschau, wiewohl Artikel dort immer wieder gekürzt erscheinen, während sie ausführlicher und zumeist früher als „Neues Nachrichtenblatt“ auf unserer Homepage vorhanden sind. Die Artikel darin habe ich allesamt verfasst, nachdem ich an entsprechenden Treffen, Sitzungen oder Wanderungen teilgenommen hatte.

Vor vier Wochen haben wir nach einer Sitzung mit den Familienkundlern auf deren Bitte hin eine Veränderung in der Navigationsleiste vorgenommen. So sind nun nach der üblichen Startseite unter dem ersten Menüpunkt Aktivitäten sämtliche Arbeitsgruppen und Angebote erläutert, ebenso deren Ansprechpartner sowie ihre Erreichbarkeit, sei es per Telefon, sei es per Email, verzeichnet. Als Untermenüpunkte finden sich unter Aktivitäten noch die Vereinsgeschichte, die Beitrittsmöglichkeit, der Vorstand und die Liste der verfügbaren Medien.

Darauf folgt als zweites das Aktuelle, d.h. sämtliche „Neuen Nachrichtenblätter“, die auch rückblickend bis 2008 einzusehen sind. Sodann kommt das jeweilige Jahresprogramm, das nun auch in den Suchmaschinen aktuell ist, nachdem bis vor kurzem immer ein veraltetes Programm von 2016 erschien.

Stadtmuseum, Wanderer und Wassermühle schließen sich nach der letzten Umgestaltung mit diversen Untermenüpunkten an. Die Seiten dazu sind sehr differenziert aufgeführt, mit einer Fülle von Bildern und zugehörigen Texten versehen, die auch die jeweilige Geschichte dieser Einrichtungen einbezieht. Vor allem diese Seiten kosteten viel Zeit, Recherche und Arbeit.
An Umfang der Aufgaben und in der Darstellung im Internet können wir somit auf jeden Fall von allen Heimatvereinen weit und breit am meisten bieten, und selbst beim virtuellen Angebot zum Museum sicherlich mit den hauptamtlich geführten und wesentlich höher dotierten Museen Lohne und Vechta mithalten.

Im Übrigen beinhaltet diese Betreuung der Homepage auch, dass verschiedene Einrichtungen wie die Stadt Damme, die Touristinformation Dammer Berge, der Verbund Oldenburger Münsterland, der Heimatbund sowie die Oldenburgische Landschaft mit Texten und Bildmaterial für ihre Seiten zu den Heimatvereinen und Museen im jeweiligen Einzugsbereich versorgt werden müssen. Darüber hinaus gibt es mindestens fünf Museumsportale, für die jeweils Informationen verschiedenster Art zugeschnitten und hochgeladen werden muss. Somit sind wir, wenn man die Suchmaschinen einmal gründlich durchgeht, im Internet auf höchst unterschiedliche Art vertreten. Wenn man nun noch die ständige Aktualisierung all dieser Seiten hinzunimmt, wird sicherlich deutlich, mit welchem Zeit- und Arbeitsaufwand das alles verbunden ist. Es wäre nun angemessen und wünschenswert, wenn unsere Präsenz im Internet noch viel mehr in Anspruch genommen würde.

Wolfgang Friemerding, 20.März 2019